Unsere Fahrradsammlung
Eine Werkstattsammlung von VanMoof-Fahrrädern zur Dokumentation, zum Vergleich und zum Aufbau praktischen Reparaturwissens.
VanMoof M0
Das VanMoof M0, ursprünglich “MOOF” genannt, wurde 2009 in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Designer Sjoerd Smit vorgestellt und von Areaware vertrieben. Als erstes VanMoof-Fahrrad besaß es einen Aluminiumrahmen mit Singlespeed-Antrieb und die charakteristische, in das Oberrohr integrierte LED-Beleuchtung.
Kurz nach der Markteinführung wurde der Name des Fahrrads wegen markenrechtlicher Probleme mit der ursprünglichen Bezeichnung von “MOOF” in “No. 3” geändert. Das Modell wurde für sein minimalistisches und zugleich praktisches Design bekannt, insbesondere für die integrierte Beleuchtung und die unkomplizierte Alltagstauglichkeit in der Stadt. Damit legte es den Grundstein für die nachfolgenden Fahrräder der Marke und prägte die unverwechselbare Formensprache von VanMoof.
VanMoof M1 – no.5
Das 2010 eingeführte VanMoof No. 5 war der Nachfolger des No. 3 und führte dessen praktische und minimalistische Philosophie fort. Für zusätzliche Funktionalität sorgte beim No. 5 ein im Rahmen verborgenes, integriertes Kettenschloss, das den Diebstahlschutz nahtlos in die Gestaltung des Fahrrads einbezog. Außerdem verfügte der Rahmen über einen Micro-USB-Anschluss, über den sich die eingebaute LED-Beleuchtung einfach aufladen ließ.
Diese durchdachte Integration brachte dem Modell den Dutch Design Award 2010 in der Kategorie „Best Consumer Product“ ein. Sie stärkte VanMoofs wachsenden Ruf, elegante Ästhetik mit funktionaler Innovation zu verbinden, und markierte einen frühen Meilenstein in der Geschichte des urbanen Fahrraddesigns.
VanMoof M1 – Dusenjager
Das 2011 als limitierte Variante des No. 5 vorgestellte VanMoof Düsenjäger („Kampfjet“) besaß einen eloxierten Aluminiumrahmen, eine Sturmey‑Archer-Zweigangnabe mit Kickshift ohne Schaltzüge, integrierte USB-aufladbare Beleuchtung und ein eingebautes ABUS-Kettenschloss.
Das Modell wurde mit dem Red Dot Design Award 2011 ausgezeichnet und wegen seiner Designqualität und kreativen Funktionalität aus 14.000 Einreichungen aus 68 Ländern ausgewählt. Es wurde in kleinen Stückzahlen produziert und erregte mit seiner von der Luftfahrt inspirierten Gestaltung und der intelligenten Integration der Designelemente Aufmerksamkeit – ein seltenes Highlight im frühen Sortiment von VanMoof.
VanMoof M2 – 3.1
Das ungefähr 2013 erschienene VanMoof M2 3.1 entwickelte die M-Serie mit verfeinerter Rahmengeometrie, hochwertigeren Schweißnähten und verbesserten Komponenten weiter, die auf größere Haltbarkeit im täglichen Stadtverkehr ausgelegt waren. Besonders wichtig war das gemeinsam mit Philips entwickelte Beleuchtungssystem der M2-Reihe: hellere, integrierte LED-Leuchten mit Dynamobetrieb, die auch bei entladenem Akku funktionieren.
Das M2 3.1 bewahrte die minimalistische Ästhetik und die angenehmen Fahreigenschaften früherer Modelle, stellte bei der Lichtleistung und der allgemeinen Zuverlässigkeit jedoch einen technischen Fortschritt dar.
VanMoof M2 – 3.1 Vedett special edition
2014 entwickelte VanMoof gemeinsam mit der belgischen Biermarke Vedett eine Sonderedition des Fahrrads M2 3.1. Die Vedett-Ausführung war technisch mit dem serienmäßigen 3.1 identisch, unterschied sich aber durch exklusive Gestaltungselemente und Markenkennzeichen, insbesondere durch die auffälligen Farben und das Logo von Vedett auf dem Rahmen.
Diese limitierte Ausgabe zeigte eine kreative Verbindung von urbaner Fahrradkultur und Lifestyle-Branding und sprach besonders Sammler und Enthusiasten an, die außergewöhnliche Designkooperationen schätzten. Wegen der begrenzten Stückzahl und der Beliebtheit der Biermarke wurde die Vedett Special Edition schnell als Sammlermodell im historischen Katalog von VanMoof bekannt.
VanMoof M2 – Electrified 3
Das 2014 vorgestellte VanMoof Electrified 3 war das erste Fahrrad der Marke mit elektrischer Unterstützung. Es besaß einen Motor in der Vorderradnabe und einen in das Oberrohr des Rahmens integrierten Akku. Die LED-Leuchten von Philips an Vorder- und Rückseite wurden von einer eigenen Dynamonabe versorgt, sodass die Beleuchtung unabhängig vom Hauptakku funktionierte. Der Antrieb verfügte über eine automatische Shimano-Zweigangnabe am Hinterrad, die das Fahren in der Stadt vereinfachte.
Nach diesem Modell erweiterte VanMoof sein elektrisches Angebot 2016 um das Electrified S und 2017 um das Electrified X. Damit besitzt das Electrified 3 historische Bedeutung als wegweisender Schritt des Unternehmens in das wachsende Segment der Elektrofahrräder für den Stadtverkehr.
VanMoof M4 – Smart S 2018
Das im April 2018 eingeführte VanMoof Smart S brachte fortschrittliche technische Funktionen mit, die sich vor allem auf Diebstahlschutz und die Vernetzung mit dem Fahrer konzentrierten. Das Smart S bot integrierte GPS-Ortung, Fahreridentifikation per Bluetooth und die Möglichkeit, das Fahrrad über eine eigene Smartphone-App aus der Ferne zu verriegeln.
Mit diesem Modell führte VanMoof seinen Dienst “Bike Hunters” ein, über den gestohlene Fahrräder geortet und zurückgeholt werden konnten. Außerdem gehörte das Smart S zu den ersten Modellen, die über den Abonnementdienst VanMoof+ angeboten wurden, und markierte damit einen wichtigen Schritt hin zu abonnementbasierter urbaner Mobilität. Der gerade Rahmen bewahrte die minimalistische Ästhetik von VanMoof, während Funktionalität, Sicherheit und vernetzte Möglichkeiten für Stadtfahrer erstmals erheblich erweitert wurden.
VanMoof M4 – Smart X 2018
Das 2018 zusammen mit dem Smart S erschienene VanMoof Smart X bot identische technische und vernetzte Funktionen, jedoch in einer kompakten “X-frame”-Bauform mit tiefem Durchstieg. Ursprünglich für den japanischen Markt vorgesehen, wurde es aufgrund der positiven Resonanz schnell weltweit angeboten. Das Smart X verfügte über integrierten Diebstahlschutz mit GPS-Ortung, Bluetooth-Authentifizierung, Fernverriegelung und VanMoofs Dienst Bike Hunters, sodass ein gestohlenes Fahrrad wiedergefunden werden konnte.
Die kleineren Laufräder und die niedrigere Rahmengeometrie richteten sich gezielt an Fahrer, die in dicht bebauten Stadtgebieten Wert auf Agilität und leichte Manövrierbarkeit legten. Dadurch eignete sich das Modell besonders für kleinere Fahrer und Städte mit begrenztem Abstellraum, ohne auf die technischen Innovationen der Smart-Serie zu verzichten.

